Projektschule Goldau II: Brings mIT!

Nach dem Blog über das iPhone-Projekt, möchte ich nun noch das Projekt „Brings mIT!“ näher vorstellen. Das Projekt startete mit dem Beginn des Schuljahres 2013/2014 mit fünf Klassen der 5/6.Klasse statt. Die Schule setzt aus ökonomischen, ökologischen sowie aus wissenschaftlichen Gründen auf BYOD. Mehr zu BYOD erfahrt ihr aus den Blogs „Finanzierung von Tablets an Schulen“ und „Finanzierung von Tablets an Schulen II„. Die Schüler können also ihre eigenen Geräte mitbringen. Willkommen sind Tablets, Handhelds (tragbare Geräte) und Smartphones. Für Schüler, die über keine Geräte verfügen, stellt die Schule welche zur Verfügung. Die Schule ist sich der Herausforderung durch die verschiedenen Geräte bewusst, sieht dem aber gelassen entgegen, da schon Erfahrungen mit anderen Projekten gesammelt wurden. Die Projektschule definiert BYOD auch nicht so, dass alle Schüler gezwungen sind, Geräte mitzubringen oder dass immer alle Schüler ein Gerät dabei haben. In diesem Sinne ist die Chancengleichheit gewährleistet und die Kosten für die Schule können minimiert werden. Die Projektschule betreibt ein BYOD mit Schulergänzung, also kein obligatorisches BYOD, wie es an vielen Hochschulen praktiziert wird.

Das Projekt soll die Schüler auf ein Leben und vor allem auf das Lernen in einer Gesellschaft vorbereiten, die permanent mit digitalen Geräten umgeben ist. Das Projekt trägt auch dem immer früheren Kontakt der Kinder mit digitalen Geräten Rechnung. Für viele Kinder ist der Gebrauch von Tablets oder ähnlichem schon vor dem Schuleintritt Alltag. Bis jetzt ignorieren viele Schulen diese Entwicklung oder nutzen das Potenzial, das daraus entsteht nicht aus. Meist werden die Geräte sogar verboten. So können die Problemfelder wie Sucht, Missbrauch oder Cybermobbing an der Schule auch nicht diskutiert werden. Weiter mangelt es an wissenschaftlichen Grundlagen zu BYOD oder anderen Konzepten. Hier will die Projektschule Goldau die Vorarbeit leisten und zu andere Schulen zu ähnlichen Projekten animieren. (Projektschule Goldau 2014)

Das ganze Projekt soll zwei Jahre lang laufen. Durch die Tablets und Smartphones wird die Lehrperson nicht ersetzt! Im Gegenteil. Die Lehrpersonen müssen selbst auch intensiv mit den verschiedenen Geräten arbeiten und Spass daran haben. Die Geräte sind etwa während 10-15% der Unterrichtszeit im Einsatz. Die Geräte werden in allen Fächern eingesetzt. Nicht nur in den klassischen Schulfächern Mathematik und Deutsch, sondern z.B. auch im Musikunterricht. Das Projekt soll Aufschluss über die Fragen geben, ob sich die Beziehungen innerhalb der Klasse verändert, welche Geräte wie am besten genutzt werden können, wie sich die verschiedenen Gerätetypen auf den ganzen Schulalltag auswirken, welche pädagogischen und technischen Herausforderungen sich stellen und ob sich der Gebrauch der Geräte ausserhalb der Schule verändert (Projektschule Goldau 2014). Da das Projekt aktuell immer noch läuft, gibt es noch keine Ergebnisse oder Erkenntnisse dazu. Es zeigt sich aber bereits, dass Apps nicht so eine grosse Rolle im Unterricht spielen, wie angenommen wurde.

Die verwendeten Quellen finden Sie unter:https://lniw12tzchur.wordpress.com/verwendete-quellen/

(sb)

 

 

Advertisements

Ein Gedanke zu „Projektschule Goldau II: Brings mIT!

  1. Pingback: iPad Pädagogik an den Pädagogischen Hochschulen | iPad-Pädagogik

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s